Leitfaden zur Pentatonik - Für Anfänger und Fortgeschrittene

In diesem Blogbeitrag tauchen wir tiefer in das Thema „Pentatonik“ ein und beleuchten, was die Pentatonik so besonders macht und wie Du sie selbst nutzen kannst.

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Picture of Gordon November
Gordon November
Mit seinem intuitivem Klavierspiel wurde Gordon November vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem renommierten Potsdamer Chansonpreis (1. Preis + Publikumspreis). Sein selbst produziertes Album brachte ihn in alle großen Radio-Stationen – von SWR1 bis NDR1.
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Die Pentatonik – für viele ein bekannter Begriff, doch was verbirgt sich genau dahinter? Ob Profimusiker oder Musikliebhaber, die pentatonische Skala spielt in vielen musikalischen Genres eine bedeutende Rolle. 

Was genau ist die Pentatonik?

Du hast bestimmt schon einmal von der Pentatonik gehört, aber was genau steckt dahinter?

Der Name „Pentatonik“ leitet sich vom griechischen Wort „penta“ ab, was „fünf“ bedeutet. Wie dieser Name schon verrät, handelt es sich bei der pentatonischen Skala um eine Tonleiter, die aus lediglich fünf Tönen besteht. Diese Skala ist in zwei Varianten verfügbar: Dur und Moll.

Die Töne der Dur-Pentatonik

Wenn wir uns die Dur-Pentatonik genauer ansehen, setzt sie sich aus bestimmten Stufen der klassischen Dur-Tonleiter zusammen: 1, 2, 3, 5 und 6. Als Beispiel in C-Dur bedeutet das konkret die Töne: C, D, E, G und A.

Töne der Dur-Pentatonik, Tastatur
Töne der Dur-Pentatonik, Noten

Einblicke in die Moll-Pentatonik

Andererseits haben wir die Mollpentatonik. Diese basiert auf den Stufen 1, b3, 4, 5 und b7. Das klingt vielleicht etwas kompliziert, aber konkret ausgedrückt, wären das bei einem Grundton von C: C, Es, F, G und Bb.

Töne der Moll-Pentatonik, Tastatur
Töne der Moll-Pentatonik, Noten

Pentatonik im Solospiel

Jetzt fragst Du Dich vielleicht: Ist die Pentatonik besonders nützlich für Solos? Die Antwort ist ein klares Ja! Vor allem die Moll-Pentatonik hat sich in Genres wie Rock und Blues einen Namen gemacht.

Sie bildet sogar die Grundlage für die bekannte Bluestonleiter. Das Tolle an ihr ist, dass Du damit über die Hauptakkorde einer Tonart improvisieren kannst.

Nehmen wir zum Beispiel C-Dur: Hier kannst Du problemlos über die Akkorde C, F und G improvisieren. Wenn Du jedoch mit der Dur-Pentatonik improvisieren möchtest, klingt es harmonischer, wenn Du für jeden Akkord auch die jeweilige Skala nutzt, die auf dem Grundton des Akkords basiert.

Jetzt, wo Du die Grundlagen der Pentatonik kennst, schauen wir uns an, woher sie kommt und wie verbreitet sie ist.

Ursprung und Verbreitung der Pentatonik

Die Pentatonik prägt die ostasiatische Musik, von Indien bis Japan. Ihr genauer Ursprung ist zwar unklar, aber die weitreichende Verbreitung spricht für ihre kulturelle Bedeutung.

Wie hat sich die Pentatonik im Westen etabliert?

In der Rockmusik ist sie ein fester Bestandteil, oft als Einstiegstonleiter für Gitarrenschüler. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle in der Bluestonleiter.

Wo begegnet uns die Pentatonik noch?

Von einfachen Melodien, wie dem Haribo-Jingle, bis zu Claude Debussys klassischen Werken, die Pentatonik ist weit verbreitet. Auch in Volksmusiken, etwa aus den Pyrenäen oder dem Balkan, ist sie zu finden.

Nachdem wir uns bereits die Grundlagen und den Ursprung der Pentatonik angesehen haben, wollen wir nun tiefer in das Thema eintauchen und uns speziell die Dur- und Moll-Pentatonik genauer anschauen.

Dur-Pentatonik: Was musst Du wissen?

Die Dur-Pentatonik, oft in Genres wie Pop, Blues und Jazz zu finden, zeichnet sich durch ihren einzigartigen Aufbau aus. Sie beinhaltet fünf Töne, wobei ihre Intervalle aus großen Sekunden (Ganzton) und kleinen Terzen (3 Halbtonschritte) bestehen.

Wie spielst Du die C-Dur Pentatonik auf dem Klavier?

Um die C-Dur Pentatonik auf dem Klavier zu spielen, beginne beim Grundton C. Von hier aus steigere Dich um einen Ganzton zum D, dann zum E, und füge anschließend eine kleine Terz hinzu, um zum G zu gelangen. Ein Ganzton weiter und Du erreichst das A, und mit einer weiteren kleinen Terz kommst Du schließlich zum höheren C. Deine komplette Tonfolge lautet also: C, D, E, G, A, C.

C-Dur Pentatonik, Tonfolge auf der Tastatur
C-Dur Pentatonik, Tonfolge, Noten

Möchtest Du noch weitere Dur-Pentatoniken erkunden?

Probier es aus und baue selbst die pentatonische D-Dur und H-Dur Tonleiter. Die Lösungen? D-Dur: D, E, Fis, A, H, D und H-Dur: H, Cis, Dis, Fis, Gis, H.

D-Dur Pentatonik, Tonfolge auf der Tastatur
D-Dur Pentatonik, Tonfolge, Noten
H-Dur Pentatonik, Tonfolge auf der Tastatur
H-Dur Pentatonik, Tonfolge, Noten

Moll-Pentatonik: Warum ist sie so besonders?

Die pentatonische Moll-Tonleiter hat eine enge Beziehung zur Blues-Tonleiter, weshalb sie oft als Blues Pentatonik bezeichnet wird. Sie ist ideal für jazzige und bluesige Improvisationen.

Ihr besonderer Aufbau, ähnlich wie bei der Dur-Pentatonik, besteht aus fünf Tönen, wobei sie große Sekunden und kleine Terzen verwendet.

Wie setzt Du die C-Moll Pentatonik auf dem Klavier um?

Starte mit dem Grundton C. Bewege Dich drei Halbtonschritte hinauf zum E♭, gefolgt von einem Ganzton zum F und einem weiteren zum G.

Füge eine kleine Terz hinzu und Du bist beim B♭. Ein letzter Ganztonschritt bringt Dich zum höheren C. Damit hast Du die Töne: C, E♭, F, G, B♭, C.

C-Moll Pentatonik, Tonfolge auf der Tastatur
C-Moll Pentatonik, Tonfolge, Noten

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Bereit, weitere Moll-Pentatoniken auszuprobieren?

Gib Dir selbst eine Herausforderung und versuche, die D-Moll und H-Moll Tonleitern aufzubauen. Zur Hilfe: D-Moll besteht aus D, F, G, A, C, D und H-Moll aus H, D, E, Fis, A, H.

D-Moll Pentatonik, Tonfolge auf der Tastatur
D-Moll Pentatonik, Tonfolge, Noten
H-Moll Pentatonik, Tonfolge auf der Tastatur
H-Moll Pentatonik, Tonfolge, Noten

Wie übst Du am besten die pentatonischen Tonleitern?

Es ist entscheidend, die Dur- und Moll-Pentatonik gründlich zu üben, wenn Du sie in Deinen Improvisationen verwenden möchtest. Integriere sie am besten in den Anfang Deines Übungsprogramms und mach Dich damit vertraut. Indem Du in verschiedenen Variationen spielst, wirst Du bald ein Gefühl für die Tonleitern bekommen und sie sicher in Deinem Spiel einsetzen können.

Fazit

Die Pentatonik, eine fünftönige Skala mit historischen Wurzeln und weitreichender Bedeutung, findet sich in Musik aus aller Welt, von Rock und Blues bis zu traditioneller asiatischer Musik. Ihre Einfachheit und Vielseitigkeit machen sie zu einem essentiellen Werkzeug für jeden Musiker.

Mit regelmäßiger Übung und Experimentierfreude kannst auch Du die Tiefe und Breite dieser Skala erkunden und sie zu einem festen Bestandteil Deines musikalischen Repertoires machen. Die Reise in die Welt der Pentatonik hat gerade erst begonnen – viel Spaß beim Erkunden!

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