Intervalle bestimmen, hören und spielen

Mit diesem Artikel lernst Du Intervalle bestimmen und verstehen. Und Du erfährst, wie Du sie durch Hören erkennst.

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Navigation

Wäre Musik ein Ozean, dann wären Intervalle Deine Navigationssterne über diesem musikalischen Meer.

Zugegeben, das mutet sehr philosophisch an. Aber dieser Satz bringt es einfach auf den Punkt. Und weil Intervalle Deine praktischen ‚Navigationssterne‘ sind, ist ihnen dieser Beitrag gewidmet.

Was sind Intervalle? Und wie funktionieren sie?

Wir sprechen von einem Intervall, wenn zwei Töne gleichzeitig gespielt werden und wir den Abstand der beiden Töne zueinander benennen möchten. Ein Intervall ist also immer ein Tonabstand.

Übung: Lass uns gemeinsam Intervalle bestimmen. Hier eine Übung, die Du direkt auf dem Klavier mitspielen kannst.

Erinnere Dich an die C-Dur Tonleiter. Auf dieser Tonleiter können wir alle möglichen Intervalle bauen.

C-Dur Tonleiter mit Fingersatz

Erste Stufe: C + C = Prime (Nicht wundern: auf dem Klavier ist es nicht möglich, C und C gleichzeitig zu spielen)

Zweite Stufe: C + D = Sekunde

Sekunde am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Dritte Stufe: C + E = Terz

Terz am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Vierte Stufe: C + F = Quarte

Quarte am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Fünfte Stufe: C + G = Quinte

Quinte am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Sechste Stufe: C + A = Sexte

Sexte am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Siebte Stufe: C + H = Septime

Septime am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Achte Stufe: C + C = Oktave (nicht der identische Ton sondern das nächste C obendrüber)

Oktave am Beispiel der C-Dur Tonleiter

9-Ton-Abstand: C + D = None (übernächstes D)

None am Beispiel der C-Dur Tonleiter

10-Ton-Abstand: C + E = Dezime (übernächstes E)

Dezime am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Wir könnten diese Liste noch weiter fortsetzen. Aber es reicht aus, wenn Du die Intervalle bis zur Oktave kennst.

„Intervalle sind insbesondere für das intuitive Klavierspiel ein echter Mehrwert. Intervalle helfen Dir dabei, Melodien zu identifizieren, unterstützen Dich bei Akkordwechseln und machen Dich zum Profi in der Improvisation.“

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Intervalle Feinbestimmung: Halbtonschritte und Co.

Bei all den Intervallen, die Du gerade auf der C-Dur Tonleiter gespielt hast, kamen keine schwarzen Tasten zum Einsatz. Wir haben ausschließlich natürliche Intervalle gespielt! Doch es gibt auch noch andere Intervalle. Welche das sind, erfährst Du jetzt.

Erinnere Dich an die Sekunde (C + D) zurück. Doch was für ein Intervall haben wir, wenn wir nur einen Halbtonschritt spielen? Also etwa C und Cis/Des gemeinsam. Dann handelt es sich um eine kleine Sekunde. C + D sind dagegen eine große Sekunde.

Kleine Sekunde am Beispiel der C-Dur Tonleiter
Große Sekunde am Beispiel der C-Dur Tonleiter

Gleiches Spiel bei der Terz. C + E gemeinsam gespielt sind eine große Terz. C + Es gemeinsam gespielt sind eine kleine Terz.

Kleine Terz am Beispiel der C-Dur Tonleiter
Große Terz am Beispiel der C-Dur Tonleiter

„Ein Moll-Dreiklang setzt sich immer aus einer kleinen Terz unten und einer großen Terz oben zusammen. Etwa C + Es + G. Unten eine große Terz und oben eine kleine Terz (C + E + G) ist dagegen ein Dur-Dreiklang.“

Beispiel für einen Moll-Dreiklang
Beispiel für einen Dur-Dreiklang

Das Spiel könntest Du jetzt so weiterspielen. Aber Vorsicht: Es gibt keine große und kleine Quarte. Stattdessen reden wir von Quarte (C + F) sowie übermäßiger Quarte (C + Ges).

Quarte
Übermäßige Quarte, verminderte Quinte, Tritonus

„Die übermäßige Quarte (oder auch verminderte Quinte) wird auch Tritonus genannt. Tritonus = drei Ganztöne. Mehr dazu erfährst Du in meinem Blogbeitrag zu Ganz- und Halbtönen.“

Spielen wir eine große Sexte (C + A) und gehen vom A einen Halbtonschritt nach unten (C + As) handelt es sich um eine kleine Sexte.

Große Sexte
Kleine Sexte

Große Sexte = Dur-Dreiklang (zum Beispiel C + F + A)

Große Sexte, Dur-Dreiklang

Kleine Sexte = Moll-Dreiklang (zum Beispiel C + F + As)

Kleine Sexte, Moll-Dreiklang

Und so geht es weiter mit großer und kleiner Septime etc.

Intervalle bestimmen: Eine Übersicht

Mit Intervallen navigierst Du Dich sicher durch die Musik. Trotz fehlender Noten.

Hier alle Intervalle auf einen Blick:

Kleine Sekunde, Große Sekunde

Kleine Sekunde
Große Sekunde

Kleine Terz, Große Terz

Kleine Terz
Große Terz

Quarte, Übermäßige Quarte (Tritonus)

Quarte

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Übermäßige Quarte

Quinte

Quinte

Kleine Sexte, Große Sexte

Kleine Sexte
Große Sexte

Kleine Septime, Große Septime

Kleine Septime
Große Septime

Oktave

Oktave

Jetzt weißt Du, was Intervalle sind, wofür sie gut sind und wie Du sie bestimmst – alleine durch‘s Hören. Wow, heute hast Du echt eine Menge gelernt. Weiter so!

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Kleine Terz, Große Terz

Quarte, Übermäßige Quarte (Tritonus)

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