Klaviatur: Lerne die Klavier Tastatur kennen

Die Klaviatur ist mehr als eine Ansammlung weißer und schwarzer Tasten in einem gigantischen Instrument. Sie ist Dein persönlicher Werkzeugkasten, mit dem Du musikalisch zum Ausdruck bringst, was Du möchtest. Man könnte sagen: Die Klaviertastatur ist das, was jeder Pianist für sein Handwerk – das Klavierspielen – braucht. Und jede Klaviertaste ist ein einzelnes Werkzeug aus diesem Fundus.

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Picture of Gordon November
Gordon November
Mit seinem intuitivem Klavierspiel wurde Gordon November vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem renommierten Potsdamer Chansonpreis (1. Preis + Publikumspreis). Sein selbst produziertes Album brachte ihn in alle großen Radio-Stationen – von SWR1 bis NDR1.
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Mit seinem intuitivem Klavierspiel wurde Gordon November vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem renommierten Potsdamer Chansonpreis (1. Preis + Publikumspreis). Sein selbst produziertes Album brachte ihn in alle großen Radio-Stationen – von SWR1 bis NDR1.

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Jede Standard Klaviatur hat genau 88 Klaviertasten. Mit einigen Ausnahmen, die ich Dir selbstverständlich in diesem Beitrag vorstelle. Außerdem erfährst Du in diesem Beitrag:

  • wie die klassische Klaviatur aufgebaut ist.
  • inwiefern die Klaviaturen von E-Piano und Co. anders sind.
  • wie Du mit Hilfe der Klaviatur mehr Ausdruck in Deine Songs bringst.

 

Klingt gut? Dann lass uns direkt loslegen.

Klaviatur beschriftet: 12 Noten auf 88 Tasten

88 Tasten am Klavier bedeuten nicht, dass Du auch 88 Noten lernen musst. Wirf einmal einen Blick auf die folgende Klaviertastatur.

Klaviertastatur beschriftet
Klaviertastatur beschriftet

Hast Du bemerkt, dass sich die Tonbezeichnungen nach 12 Tönen wiederholen? Die Klaviatur gliedert sich also in sechs Gruppen mit jeweils 12 Noten, von denen sich jede Gruppe aus sieben weißen und fünf schwarzen Tasten zusammensetzt.

Möchtest Du Dich auf Deiner Klaviatur orientieren, startest Du am besten auf einem C. Gehst Du nun vom C aus 12 Töne nach oben oder unten auf der Klaviatur, landest Du vor dem nächsten C. Zwischen einem C und dem nächsten C liegen also 12 Tasten. Das ist übrigens eine Oktave. Mehr zu Oktaven erfährst Du in meinem Beitrag zu Intervallen.

Die weißen und schwarzen Piano Tasten

Jetzt weißt Du, wo sich das C auf deiner Piano Tastatur befindet. Lass’ uns nun einen Blick auf die restlichen weißen Tasten werfen. Gehst Du vom C aus aufwärts die weißen Tasten entlang, spielst Du

C – D – E – F – G – A – H – C

Doch was ist nun mit den schwarzen Tasten?

Gehst Du vom C aus auf die darüberliegende schwarze Taste, ist das ein Halbtonschritt. Gehst Du nun von dieser schwarzen Taste weiter auf das D, ist das ebenfalls ein Halbtonschritt. Der Abstand zwischen einer weißen und der danebenliegenden schwarzen Taste ist also immer ein Halbtonschritt. Es gibt aber auch weiße Tasten, die einen Halbtonschritt voneinander entfernt liegen. Etwa das E und das F.

Warum eigentlich 88 Tasten?

Hast Du mal die Tasten an Deinem Klavier gezählt? Ich weiß noch genau, wie ich als Kind neben meinem Klavierlehrer am Flügel saß und er zu mir sagte: „Lass uns doch mal die Tasten der Klaviatur zählen“.

Aufgeregt tippte ich Taste für Taste an und zählte fleißig. Am Ende sah ich ihn an und sagte stolz „87“. Ha! Verzählt. Mein Klavierlehrer war sich sicher, dass sein Flügel 88 Tasten hat. Also nochmal gezählt. Ohja, er hatte Recht.

Seitdem ist mir diese Zahl nie mehr aus dem Kopf gegangen. Stolz erzählte ich meinen Freunden im Chor, dass jede Klaviatur 88 Tasten hat. Und dann das: Wir zählten die Tasten am Klavier unseres Chorleiters – und es waren weniger. Frag mich nicht, was die genaue Zahl war, aber es waren keine 88 Tasten.

Erschreckt blickte ich meinen Chorleiter an: Wie kann das sein? Er erklärte mir dann: Bei richtig alten Klavieren und Flügeln kann die Klaviatur anders sein.

Wow, das musste ich erstmal sacken lassen. Aber durch diese Erfahrung wusste ich fortan:

Moderne Klaviere und Flügel haben 88 Tasten. Ausnahmen bestätigen aber die Regel.

Klaviatur: Der Tonumfang und die Tastenaufteilung

88 Tasten, die für mich die Welt bedeuten. Und für Dich bestimmt bald auch. Denn: Hast Du einmal die Magie Deines Klaviers gespürt, wirst Du sie nicht mehr missen wollen. Wie Du diese Magie spüren kannst? Indem Du Dich frei von allen Regeln machst. Die Klaviatur als Deine Spielwiese begreifst. Und einfach spielst als ob Du sprechen würdest.

Die Zauberworte hierfür sind „intuitives Klavierspiel“. Wenn Du Noten und Song-Tutorials hinter Dir lässt, kannst Du ganz frei alle Tasten auf Deiner Klaviatur entdecken – und nutzen. Dir stehen ganze 7 1/4 Oktaven zur Verfügung. Angefangen bei einem sehr tiefen A bis hin zu einem äußerst hohen C.

Auf dem Weg zwischen diesem tiefen A und dem super hohen C begegnen Dir insgesamt 52 weiße und 36 schwarze Tasten. Das ist der Aufbau einer klassischen Klaviatur.

Achtung: Keyboards sind die Ausnahme

Ganz ehrlich: Wenn Du Klavier spielen möchtest, kannst Du auch auf einem Keyboard starten. Ja, einige Klavierlehrerinnen und -lehrer werden jetzt die Hände über ihren Köpfen zusammenschlagen. Und ja, es gibt auch Gründe, die gegen den Start am Keyboard sprechen. Aber ich denke mir: Lieber erstmal anfangen, als den Traum vom Klavierspielen immer weiter aufzuschieben.

Aber warum überhaupt die Diskussion ums Keyboard? Es sieht dem Klavier doch gar nicht so unähnlich. Besonders die Klaviatur mit ihren weißen und schwarzen Tasten ist gemeinsames Kriterium von Klavier und Keyboard.

Ich verrate Dir die Unterschiede zwischen den beiden Instrumenten.

Weniger Tasten. Mehr Mobilität.

Der wohl größte Unterschied zwischen Klavier und Keyboard ist die Anzahl der Tasten. Wenn Du bis hierhin gelesen hast, dann weißt Du bereits, dass alle gängigen Klaviere und Flügel 88 Tasten haben. Das ist bei einem Keyboard nicht immer der Fall.

Nicht immer? Es gibt Keyboards mit 88 Tasten. Mindestes genauso häufig vertreten sind aber auch Keyboards mit 76 und 61 Tasten. Besonders die Version mit den 61 Tasten ist beliebt. Das Instrument ist aufgrund der kleineren Klaviatur schön kompakt. Das macht das kleine Keyboard zum mobilen Tausendsassa unter den Tasteninstrumenten.

Alles eine Frage des Anschlags

Wenn Du schonmal mit Deinen Fingern über die Klaviatur eines Klaviers oder Flügels geflitzt bist, dann kennst Du dieses besondere Gefühl. Das Gefühl des Anschlags. Bespielst Du die Klaviatur mit kräftigem Tastendruck, erklingen die Töne lauter. Bei sanftem Tastendruck leiser.

Diese Anschlagdynamik ist eine wunderbare Möglichkeit für Dich, jeden einzelnen Ton in seinem Ausdruck zu kontrollieren. Und Dein persönliches Gefühl in einen Song zu packen. Super. Denn so merkst Du, wie Du jedem Stück, jedem Song, jedem Lied Deinen eigenen Ausdruck verleihen kannst. Nur durch die Macht des Anschlags. Verrückt, oder?

Merke: Wechselst Du in einem Song zwischen laut und leise, ist es Dir möglich, in nur einem Lied verschiedene Gefühle und Emotionen zu transportieren. Du erzählst quasi Deine eigene Geschichte an der Klaviatur. Alleine durch den Einsatz verschiedener Lautstärken.

Das Wunderwerk Anschlagdynamik

Okok, einigen wir uns darauf: die Anschlagdynamik eines echten Klaviers ist mega. Doch was ist mit dem Keyboard?

Ich würde mal behaupten, dass die fehlende Anschlagdynamik bei Keyboards der Hauptgrund dafür ist, warum das Tasteninstrument unter vielen Pianistinnen und Klavierspielern so verhasst ist.

Stell Dir vor: Du sitzt an der Klaviatur eines Keyboards. Du drückst eine Taste. Bimm. Nächste Taste. Bimm. Nächste Taste. Bimm. Alle Töne klingen in ihrer Lautstärke exakt gleich – egal wie fest oder sanft Du auf die Taste drückst.

Das nimmt Deinem Song schon irgendwie die Würze. Aber…mittlerweile gibt es Keyboards mit Anschlagdynamik. Instrumentenhersteller wie Yamaha oder Casio haben Keyboards entwickelt, deren Klaviatur in Sachen Anschlag dem klassischen Klavier nachempfunden ist.

Halbton- und Ganztonschritte verstehen

Halbton
C-Dur Tonleiter mit Halbtonschritten

Spiele Klavier nach Intuition

Erlebe wie Du jeden Song ohne Noten spielst, indem Du die 3T des intuitiven Klavierspielens anwendest.

Liegt keine weitere Taste zwischen zwei Tasten auf Deinem Klavier, handelt es sich IMMER um einen Halbtonschritt. Liegt eine Taste dazwischen, handelt es sich um einen Ganztonschritt.

Ganzton F und G
C-Dur Tonleiter mit Ganztonschritt

Springst Du etwa vom F zum G, spielst Du auf Deiner Klaviatur einen Ganztonschritt, da hier eine schwarze Taste dazwischenliegt. Die schwarze Taste dazwischen wird nur gespielt, wenn das F erhöht oder das G erniedrigt wird. Mehr zu erhöhten und erniedrigten Tönen sowie den entsprechenden Vorzeichen findest Du hier.

Je nachdem, ob der Ton aus unserem Beispiel erhöht oder erniedrigt wird, handelt es sich um ein Fis oder ein Ges. Würdest Du Dein Klavier beschriften, hättest Du also folgende Situation:

Klaviertastatur beschriftet
Beschriftete Klaviertastatur

In dieser Klavier Beschriftung wird deutlich, dass die weißen Tasten immer eine feste Bezeichnung haben. Die schwarzen Tasten dagegen immer zwei – je nachdem, ob es sich um einen erhöhten oder erniedrigten Ton handelt.

Tipp: Solltest Du gerade erst mit dem Klavierspielen anfangen und Dich noch mit der Klaviatur vertraut machen, empfehle ich Dir, die Klaviertastatur mir Beschriftung auszudrucken.

Werde zum Intuinaut an allen Tasteninstrumenten

Super. Nachdem Du diesen Beitrag durchgeackert hast, weißt Du, wie die Klaviatur aufgebaut ist und was mit ihr alles möglich ist. Darf ich Dir ein Geheimnis verraten? Alles aus der Klaviatur rausholen kannst Du, wenn Du intuitiv spielst. Wie das geht, lernst Du in der Masterclass Intuition. Schau gerne vorbei und erfahre, welch unglaubliche Power in Dir und Deiner Klaviatur steckt.

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