12 Tipps zum Klavier lernen

Wie in jeder Kunstform gibt es auch beim Klavierspielen ein paar hilfreiche Tipps & Tricks, die den Lernprozess beschleunigen und erleichtern können.

In diesem Artikel habe ich die 12 besten Tipps für Klavier-Anfänger zusammengefasst. Lass uns gleich los legen und Dein Klavierspiel verbessern!

Tipp: Du stehst noch ganz am Anfang? Dann sieh Dir erstmal meinen Klavier-Anfänger-Leitfaden an.

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Picture of Gordon November
Gordon November
Mit seinem intuitivem Klavierspiel wurde Gordon November vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem renommierten Potsdamer Chansonpreis (1. Preis + Publikumspreis). Sein selbst produziertes Album brachte ihn in alle großen Radio-Stationen – von SWR1 bis NDR1.
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Gordon November
Mit seinem intuitivem Klavierspiel wurde Gordon November vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem renommierten Potsdamer Chansonpreis (1. Preis + Publikumspreis). Sein selbst produziertes Album brachte ihn in alle großen Radio-Stationen – von SWR1 bis NDR1.

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1. Regelmäßiges Üben ist der Schlüssel

Weniger ist mehr: Du wirst bessere Ergebnisse erzielen, wenn Du jeden Tag 20 Minuten übst, anstatt einmal pro Woche zwei Stunden am Stück. Generell gilt: je öfter, desto besser!

Beim Üben ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und auf die Details zu achten. Denke daran, dass es nicht darum geht, so schnell wie möglich zum Ziel zu kommen, sondern darum, den Prozess des Lernens und die Schönheit der Musik zu genießen.

2. Mache es zur Gewohnheit

Es kann hilfreich sein, eine feste Übungszeit in Deinen Alltag zu integrieren. So wird das Klavierspielen zu einer Gewohnheit und Du wirst wahrscheinlich mehr Fortschritte machen.

Hilfreich hierbei ist der Aufbau bzw. das Verknüpfen von Routinen. Übe das Klavierspielen zum Beispiel immer vor oder direkt nach dem Abendessen oder – insofern es Deine Situation zulässt – direkt am Morgen nach dem ersten Kaffee.

Bedenke hierbei auch die Tageszeit. Die Konzentration und Aufnahmefähigkeit ist bei den meisten Menschen am Morgen höher als am Abend. Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen. Optimal für Dein Training ist es, zu Deinen „besten Stunden“ zu üben.

3. Schaffe eine ungestörte Umgebung

Ich kann Dir sagen, dass eine ruhige, ungestörte Umgebung zum Üben einfach unschätzbar ist. Lege Dein Smartphone oder Tablet beiseite und widme Dich ganz und gar dem Klavierspiel. Es ist wirklich verlockend, ständig auf diese Bildschirme zu schielen, um zu sehen, ob vielleicht gerade eine wichtige Nachricht eingegangen ist.

Aber hier ist der Clou: Du wirst nichts Wichtiges verpassen. Ehrlich! Du kannst Dir diese kleine Offline-Zeit gönnen, in der Du einfach unerreichbar bist. Es ist ein Trend, der glücklicherweise wieder an Bedeutung gewinnt, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und vom digitalen Rummel abzuschalten. Nutze diese halbe Stunde, um Dich wirklich auf das Üben zu konzentrieren.

Und es gibt noch mehr, was Du tun kannst, um eine ablenkungsfreie Umgebung zu schaffen. Wähle einen ruhigen Raum zum Üben, idealerweise einen, in dem Du die Tür schließen kannst, um Dich vor Lärm und Unterbrechungen zu schützen.

Räume den Bereich um Dein Klavier herum auf. Ein sauberer und aufgeräumter Übungsplatz fördert die Konzentration und verringert die Ablenkungen. Mach es Dir bequem, aber nicht zu bequem – ein guter Klavierstuhl unterstützt eine korrekte Haltung, ohne dass Du Gefahr läufst, Dich zu sehr zu entspannen und abzuschweifen.

4. Reflektiere Dein Klavierspiel

Ich kann Dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass Reflexion ein unglaublich wertvoller Bestandteil des Lernprozesses ist, vor allem wenn es um das Klavierspielen geht. Nimm Dir nach jeder Übungseinheit ein paar Minuten Zeit, um über das nachzudenken, was Du gerade gemacht hast. Wie klang es? Hast Du das erreicht, was Du erreichen wolltest? Was könntest Du beim nächsten Mal anders oder besser machen?

Du kannst Dein Klavierspiel hierfür auch aufnehmen.

Glaube mir, diese wenigen Minuten des Nachdenkens können einen riesigen Unterschied machen. Sie können Dir helfen, zu erkennen, wo Du Fortschritte gemacht hast und wo Du vielleicht noch ein bisschen mehr Arbeit investieren musst.

5. Finde das richtige Tempo

Beim Musizieren ist es entscheidend, Dein Spieltempo im Griff zu haben. Schnelle Passagen sind oft Fehlerfallen und, was noch schlimmer ist, Dein Gehirn und Deine Finger speichern diese Fehler besonders gut ab.

Es ist daher ratsam, langsamer zu spielen und Dein Gehirn mit positiven Informationen zu füttern. Das wird Dein Spiel in kürzester Zeit erheblich verbessern!

6. Übe mit einem Metronom

Weißt Du, was beim Klavierspielen oft unterschätzt wird? Das Gespür für den Grundschlag. Es ist so wichtig, wie der Herzschlag für unseren Körper, aber wir neigen dazu, es zu vernachlässigen.

Genau hier kommt das Metronom ins Spiel. Dieses kleine Gerät (oder App) kann Dir helfen, einen gleichmäßigen Grundschlag beizubehalten – es ist so etwas wie Dein persönlicher Rhythmus-Trainer.

Ein Metronom ist ein großartiges Werkzeug, um auf eigene Faust ein sicheres Timing zu entwickeln. Es hilft Dir dabei, den Grundschlag, das Tempo und Die darauf aufbauenden Elemente wie Takt und Rhythmus wirklich zu spüren und in Deinem Körper zu verinnerlichen.

Deshalb empfehle ich Dir, das Metronom in Dein Übungsprogramm aufzunehmen. Starte langsam und erhöhe allmählich das Tempo. Du wirst überrascht sein, wie sehr es Dir hilft, Deinen Rhythmus und Dein Timing zu verbessern. Gib ihm eine Chance – Du könntest angenehm überrascht sein, wie effektiv es ist.

7. Setze Dir greifbare Ziele

Ein guter Tipp für’s Klavier spielen lernen – und eigentlich für jedes Vorhaben – ist, sich realistische Ziele zu setzen. Ohne Ziele könnte man schnell in die Falle tappen, immer nur die gleichen Melodien und Akkorde zu spielen, ohne wirkliche Verbesserung zu sehen.

Daher, warum nicht eines Deiner Lieblingslieder als Ziel wählen und versuchen, es innerhalb eines Monats systematisch zu erlernen?

Noch besser: zerlege das Ziel in kleinere Etappenziele. Wie wäre es, in der ersten Woche die ersten vier Zeilen zu lernen, in der zweiten Woche die erste Seite und so weiter? Sobald Du ein Etappenziel erreicht hast, kannst Du das nächste angehen.

8. Wähle den richtigen Song

Es ist wichtig, einen Song zu wählen, der weder zu einfach noch zu schwer ist. Einen Deiner Lieblingssongs spielen zu können, kann ein sehr motivierendes Ziel sein. Aber aufgepasst! Ein zu ambitioniertes Ziel kann frustrierend sein.

Beginne mit einfachen Songs, die nur wenige Noten in der linken Hand und keine Akkorde mit mehr als drei Noten haben. Vermeide Stücke mit vielen Handwechseln oder schnellen Fingerbewegungen.

Wir haben einen eigenen Artikel, der sich speziell den idealen Klavierstücken für Anfänger widmet.

9. Teile Deinen Song in kleine Abschnitte

Sobald Du einen passenden Song gefunden hast, ist es hilfreich, diesen in kurze Abschnitte von 4-10 Sekunden Länge zu unterteilen. Dein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, während Du Klavier übst und kann nur eine begrenzte Menge an neuen Informationen speichern.

Konzentriere Dich darauf, jeden Tag einen Abschnitt zu üben, anstatt den ganzen Song auf einmal zu lernen. Diese Methode wird Deinen Lernprozess beschleunigen und es Dir ermöglichen, jeden Tag kleine Erfolge zu feiern, was Dich motiviert hält.

10. Übe jede Hand einzeln

Bevor Du beide Hände gemeinsam spielst, lerne jede Hand einzeln auswendig. Das mag umständlich erscheinen, aber es wird Dir letztendlich helfen, schneller zum Ziel zu kommen. Dein Gehirn muss sowohl die Bewegungen der rechten Hand als auch die der linken Hand lernen und speichern, sowie beide Hände gleichzeitig koordinieren.

Als Hilfestellung sieh auch mal in diese Beiträge:

11. Achte auf die richtige Fingerhaltung

Eine korrekte Fingerhaltung ist nicht nur beim Klavierspielen, sondern bei fast allen Instrumenten überaus wichtig. Versuche, Deine Finger in einer leichten Krümmung über die Tastatur zu halten, als ob Du etwas greifen würdest. Lass Deine Finger nicht ihr eigenes Ding machen. Sie sind nun ein Team, das zusammen mit Deinem Gehirn Musik erzeugen kann.

 

Auch das Training der Fingersätze solltest Du nicht vernachlässigen. Sie bringen Ordnung in Dein Spiel und werden dich langfristig flüssiger & sicherer spielen lassen. Hier erfährst Du mehr zu den Fingersätzen am Klavier.

Fingersätze - Finger übersetzen
12. Lerne intuitiv!

Es gib verschiedene Ansätze & Methoden, um das Klavier spielen zu lernen. Ein unscheinbarer Tipp, der häufig vergessen wird ist: Wähle den Ansatz, der zu Dir passt!

Vielleicht ist der klassische Ansatz mit Noten pauken und Üben bis zum Umfallen einfach nicht der Richtige für Dich.

Wenn Du nach einer alternativen Methode suchst, die ohne das mühsame Notenlesen auskommt, dann könnte mein kostenloser Workshop genau das Richtige für Dich sein.

In diesem Workshop konzentrieren wir uns auf eine ganz neue Herangehensweise – das Klavierspielen nach Deiner Intuition. Es ermöglicht Dir, Musik auf eine frische und unkonventionelle Art zu entdecken, die Dir helfen könnte, Deine musikalischen Fähigkeiten auf eine spannende und erfüllende Weise zu entwickeln.

Spiele Klavier nach Intuition

Erlebe wie Du jeden Song ohne Noten spielst, indem Du die 3T des intuitiven Klavierspielens anwendest.
Fassen wir zusammen

Das Erlernen des Klavierspiels ist ein lohnendes Unterfangen, das mit einigen hilfreichen Strategien effizienter gestaltet werden kann. Dein regelmäßiges Üben, ein angemessenes Tempo, realistische Ziele und die geeignete Auswahl der Stücke sind essenzielle Faktoren für Deinen Fortschritt.

Es ist wichtig, dass Du Dein individuelles Lerntempo respektierst und Dich an der Musik erfreust. Halte Deine Motivation hoch, sei geduldig und konsequent in Deinem Üben.

Mit der Zeit wirst Du merken, dass Deine Bemühungen Früchte tragen und das Spielen Deiner Lieblingslieder wird eine lohnende Belohnung sein. Viel Erfolg und Freude weiterhin beim Klavierspielen!

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